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24-Stunden-Katastrophenübung in Moosbach – Hochwasser, Sturm, Blackout: Einsatzkräfte proben den Ernstfall

Moosbach – Am 4. und 5. April 2025 wurde in der Gemeinde Moosbach eine groß angelegte 24-Stunden-Übung abgehalten, die in dieser Dimension bisher einzigartig war. In enger Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Moosbach und der Freiwilligen Feuerwehr Moosbach wurde ein sogenannter „Starklastfall“ simuliert – eine dramatische Kombination aus Hochwasser, Sturmschäden und einem flächendeckenden Stromausfall.

Realistische Szenarien und starke Beteiligung

Neben der Feuerwehr Moosbach beteiligten sich auch die Feuerwehren Burgkirchen, Mauerkirchen, Pfendhub und Weng an der Übung. Über 24 Stunden hinweg wurden verschiedenste Einsatzszenarien durchgespielt, bei denen auch zahlreiche Statisten – teils vor Ort aktiv, teils telefonisch eingebunden – zur realitätsnahen Darstellung beitrugen. Von entwurzelten Bäumen über blockierte Straßen bis hin zu Kommunikationsausfällen und Stromabschaltungen: Die Übung forderte die Einsatzkräfte in allen Bereichen.

Die ersten Lagemeldungen trafen bereits kurz nach Übungsbeginn ein – etwa über Sturmschäden beim Anwesen Burgstaller oder einen vollständigen Stromausfall im Gemeindegebiet. Parallel wurde Bürgermeister Josef Reiseder durch die Einsatzleitung über die Lageentwicklung informiert.

Koordination in zwei Einsatzstäben

Ein zentraler Bestandteil der Übung war die Einbindung zweier koordinierender Stäbe:

  • Ein behördlicher Einsatzstab unter der Leitung von Bürgermeister Josef Reiseder
  • Ein technischer Einsatzstab im Feuerwehrhaus Moosbach

Die Stabsfunktionen wurden im Laufe der Übung laufend durchgetauscht, sodass möglichst viele Teilnehmer:innen die Möglichkeit hatten, in verschiedenen Rollen zu agieren und Verantwortung zu übernehmen. Dies umfasste unter anderem Lagedarstellung, Einsatzlogistik, Pressearbeit und Kommunikation mit Behörden.

Einblicke in die Stabsarbeit zeigten, wie vielschichtig das Zusammenspiel von Führung, Organisation und rascher Entscheidungsfindung im Krisenfall sein muss. Während draußen Fahrzeuge und Gerätschaften im Einsatz standen, mussten im Hintergrund Lagekarten aktualisiert, Entscheidungen dokumentiert und Einsatzkräfte koordiniert werden – auch unter simuliertem Druck durch fiktive Anrufe und parallele Einsatzmeldungen.

Notwendigkeit solcher Übungen

Die 24-Stunden-Übung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig regelmäßige, realitätsnahe Katastrophenschutzübungen sind. Nur durch das gezielte Üben im großen Maßstab kann die Einsatzbereitschaft im Ernstfall garantiert werden. Der Aufbau funktionierender Stabsstrukturen, die Zusammenarbeit mehrerer Wehren und die realistische Einschätzung der Ressourcen sind entscheidende Faktoren, um bei Großschadensereignissen schnell, sicher und effektiv handeln zu können.

Fazit

Die Übung war ein voller Erfolg und ein starkes Zeichen für das Engagement der Feuerwehren im Bezirk. Dank der professionellen Vorbereitung und der Mitwirkung vieler Beteiligter konnte die Übung nicht nur realitätsnah, sondern auch sicher durchgeführt werden

Dank an alle Beteiligten

Ein besonderer Dank gilt der Bevölkerung der Gemeinde Moosbach, die für diese großangelegte Übung großes Verständnis zeigte – insbesondere für etwaige Straßensperren, Umleitungen und nächtliche Aktivitäten. Ohne eure Geduld und Unterstützung wäre eine Übung in diesem Umfang nicht möglich gewesen.

Ein herzliches Dankeschön geht auch an die zahlreichen Statistinnen und Statisten, die mit vollem Einsatz zur realitätsnahen Darstellung beigetragen haben, sowie an alle helfenden Hände, die in der Planung, Logistik und Durchführung mitgewirkt haben – sei es sichtbar im Einsatz oder im Hintergrund.

Ein großes Lob verdient die Gemeinde Moosbach, die als verlässlicher Partner mitgewirkt hat und die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Feuerwehr auf vorbildliche Weise gelebt hat.

Nicht zuletzt möchten wir der FF Burgkirchen, der FF Mauerkirchen, FF Pfendhub und der FF Weng unseren aufrichtigen Dank aussprechen: Ihr habt diese 24-Stunden-Übung nicht nur mitgetragen, sondern euch – im wahrsten Sinne des Wortes – die Nacht um die Ohren geschlagen. Euer Engagement war beeindruckend und zeigt, dass Kameradschaft und Zusammenarbeit in unserem Feuerwehrwesen gelebte Realität sind.

Weitere Fotos der Übung:
https://flic.kr/s/aHBqjC7XPH

Text & Fotos: HBI d.F. Gerald Badegruber

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