06.11.2025 | Monatsübung: Technische Hilfeleistung und Brandbekämpfung – Drei realistische Einsatzszenarien trainiert
Zu Beginn der Monatsübung fand ein Theorieteil statt, in dem allgemein das Thema taktisches Vorgehen besprochen wurde.
Dabei wurden grundlegende taktische Entscheidungen, Sicherheitsaspekte, Führungsabläufe und das Zusammenspiel der einzelnen Trupps aufgefrischt. Dieser theoretische Einstieg bildete die Basis für die anschließenden praktischen Szenarien.
Szenario 1: Verkehrsunfall – schonende Rettung wird zur Crash-Rettung
Im ersten Teil wurde ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person simuliert.
Die Person war beim Eintreffen der Einsatzkräfte zunächst bei Bewusstsein, weshalb der FMD (Feuerwehr-medizinischer Dienst) nach der Erstversorgung eine schonende Rettung anordnete. Diese Methode dient dazu, Patienten ruhig und kontrolliert zu befreien, um weitere Verletzungen zu vermeiden.
Während der vorbereitenden Maßnahmen verschlechterte sich jedoch der Zustand der Person schlagartig – die simulierte Patientin/der simulierte Patient wurde bewusstlos. Dadurch musste die Rettungstaktik sofort auf eine Crash-Rettung umgestellt werden.
Eine Crash-Rettung ist das schnellstmögliche Befreien eines Patienten aus einem Fahrzeug, wenn akute Lebensgefahr besteht. Die Zeit hat oberste Priorität; mögliche zusätzliche Belastungen für den Patienten werden zugunsten der Lebensrettung in Kauf genommen.
Nach der schnellen Befreiung wurde der Patient an den „Rettungsdienst“ übergeben.
Szenario 2: Zwei PKW-Brände – ein Vollbrand und ein Entstehungsbrand
Im zweiten Übungsteil wurden gleich zwei Brandlagen abgearbeitet.
Ein Fahrzeug stand beim Eintreffen bereits in Vollbrand. Der Angriffstrupp ging unter Atemschutz mit dem Schnellangriff vor und begann unmittelbar mit der Brandbekämpfung.
In unmittelbarer Nähe befand sich ein zweites Fahrzeug, bei dem es zu einem Entstehungsbrand im Motorbereich kam. Dieser Brand wurde schnell erkannt und mit wenigen gezielten Löschstößen unter Kontrolle gebracht, bevor sich das Feuer weiter ausbreiten konnte.
Zusätzlich befand sich eine Gasflasche in der Nähe der beiden Fahrzeuge. Der Angriffstrupp entfernte diese umgehend aus dem Gefahrenbereich, um ein mögliches Bersten oder Ausgasen durch Hitzeeinwirkung auszuschließen.
Nach Abschluss der Löscharbeiten wurden beide Fahrzeuge mit einer Wärmebildkamera kontrolliert.
Szenario 3: Zimmerbrand – Angriff über die Leiter
Zum Abschluss der Übung wurde ein Zimmerbrand im Obergeschoss simuliert.
Da der Treppenraum nicht nutzbar war, entschied sich der Gruppenkomandant für den Angriffsweg über eine tragbare Leiter.
Unter Atemschutz stieg der Angriffstrupp über das Fenster ein, suchte eine vermisste Person und löschte den simulierten Brand ab.











Fotos: FF – Moosbach
Text: OFM Leonie Schrattenecker
