04.07.2024 Monatsübung: Feuerwehrmedizinischer Dienst
Am Donnerstag den 04.07.2024 fand die monatliche Übung der Freiwilligen Feuerwehr Moosbach statt, die sich dieses Mal dem Thema „Feuerwehrmedizinischer Dienst“ widmete. Ziel der Übung war es, die Kenntnisse und Fähigkeiten der Einsatzkräfte in der Ersten Hilfe zu vertiefen und die Handhabung medizinischer Notfälle zu üben. Dies ist gerade in der Erstphase wenn noch kein Rettungsdienst verfügbar ist, oder wenn verletzte Personen im Gefahrenbereich betreut werden müssen sehr wichtig.
Theoretischer Teil
Die Übung begann mit einem theoretischen Teil, in dem die Grundsätze der Ersten Hilfe noch einmal ausführlich erklärt wurden. Im Fokus stand die Beurteilung von verletzten Personen nach dem XABCDE-Schema:
- X – Exsanguination (Verblutung oder Gefahrenbereiche)
- A – Airway (Atemwege)
- B – Breathing (Atmung / Atemwege)
- C – Circulation (Kreislauf)
- D – Disability (neurologischer Status)
- E – Exposure/Environment (Erweiterte Untersuchung)
Dieses Schema hilft den Einsatzkräften, systematisch und schnell den Zustand von Verletzten zu beurteilen und lebensrettende Maßnahmen einzuleiten.

Praktische Stationen
Nach dem theoretischen Teil folgten drei praktische Stationen, an denen die Teilnehmer ihre erlernten Kenntnisse anwenden und vertiefen konnten.
1. Station: Beurteilung von Verletzten nach dem XABCDE-Schema
An der ersten Station wurde die Beurteilung von Verletzten nach dem XABCDE-Schema geübt. Verschiedene Verletzungsmuster wurden dargestellt und die Einsatzkräfte mussten diese erkennen und entsprechend reagieren. Ziel war es, die Prioritäten in der Notfallversorgung richtig zu setzen und schnell lebensbedrohliche Zustände zu identifizieren.

2. Station: Übung für Fenster- und Türöffnung
An der zweiten Station lag der Schwerpunkt auf der Öffnung von Fenstern und Türen sowie der anschließenden korrekten Rettung einer verletzten Person aus einem Gebäude. Mit Hilfe eines Tragetuchs wurde die verletzte Person schonend und sicher aus dem Gefahrenbereich gebracht. Diese Übung schulte die Einsatzkräfte in der richtigen Handhabung von Rettungsgeräten und der patientengerechten Rettung.

3. Station: Verkehrsunfall mit verletzter Person
Die dritte Station simulierte einen Verkehrsunfall mit einer verletzten Person. Die Einsatzkräfte mussten zunächst entscheiden, ob die Person crash, schnell oder schonend gerettet werden sollte. Nach dieser Entscheidung wurde die verletzte Person mit einem Spineboard aus dem Fahrzeug befreit. Diese Übung verdeutlichte die Notwendigkeit einer schnellen Lagebeurteilung und die sichere Anwendung von Rettungsgeräten in einer stressigen Umgebung.

Fazit
Die Monatsübung zum Thema Feuerwehrmedizinischer Dienst war ein voller Erfolg. Die Kombination aus theoretischer Auffrischung und praktischen Übungen ermöglichte es den Einsatzkräften, ihre Fähigkeiten zu festigen und im Ernstfall sicher und kompetent zu handeln. Solche Übungen sind unerlässlich, um die Einsatzbereitschaft und die Qualität der Hilfeleistung stetig zu verbessern.
Text & Fotos: HBI d.F. Gerald Badegruber
