10.10.2025 | Herbstübung – Brand landwirtschaftliches Objekt
Am 10.10.2025 wurde die Freiwillige Feuerwehr Moosbach zu einem Brandverdacht alarmiert. Bereits während der Anfahrt stellte sich heraus, dass es am Übungsort bereits brannte und fünf Personen als vermisst galten.
Nach einer kurzen Lageeinschätzung rüsteten sich zwei Atemschutztrupps aus. Ein Atemschutztrupp ist eine speziell ausgebildete und trainierte Einheit, die mit Masken und Pressluftfatmern ausgerüstet ist, um auch in stark verrauchte und gefährliche Bereiche vordringen zu können.
Während des Innenangriffs konnten die fünf vermissten Personen unter Atemschutz erfolgreich aufgefunden, gerettet und ins Freie gebracht werden. Die Brandbekämpfung im Inneren des Gebäudes verlief effizient und zielgerichtet, wodurch das Feuer rasch unter Kontrolle gebracht wurde.
Im weiteren Verlauf der Löscharbeiten entdeckte ein Atemschutztrupp im Inneren des Gebäudes einen undichten Dieseltank. Da Diesel bei Brandeinsätzen eine erhebliche zusätzliche Brandlast darstellt und als Gefahrstoff gilt und bei Austritt die Umwelt belastet, wurde der auslaufende Kraftstoff mit Bindemittel aufgefangen und die undichte Stelle provisorisch abgedichtet, um eine weitere Gefährdung zu verhindern.
Die intensive Vorbereitung auf die kürzlich absolvierte Sanitäts-Leistungsprüfung (SAN-LPR) hat das Wissen und die Abläufe in der Erstversorgung und beim Patiententransport bei unseren Kamerad:innen spürbar gestärkt. Die umfassend trainierten Handgriffe und das strukturierte Vorgehen wurden bei der Übung routiniert umgesetzt – ein klarer Beweis dafür, dass diese Kenntnisse inzwischen fester Bestandteil des Einsatzstandards geworden sind.
Nach Abschluss der Übung erfolgte eine Nachbesprechung im Feuerwehrhaus, bei der die Einsatzabläufe analysiert und Verbesserungspotenziale besprochen wurden.







Die Herbstübung diente vor allem der Vertiefung der Atemschutzausbildung, der Koordination beim Innenangriff sowie dem richtigen Umgang mit Gefahrstoffen. Die gewonnenen Erfahrungen tragen dazu bei, im Ernstfall noch schneller, sicherer und koordinierter handeln zu können.
Text: OFM Leonie Schrattenecker
Fotos: HBI d.F. Gerald Badegruber
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